Beschreibung

Allgemeines:

Die Anlage hat eine Fläche von ca. 8,5 m2 und ist in offener Rahmenbauweise errichtet. Das Gelände habe ich mit Aludrahtgewebe vorgeformt, eingegipst und anschließend mit gemischten Dispersionsfarben (ocker, schwarz und weiss) angestrichen. Ein großer Teil der Landschaft ist bereits fertiggestellt. Gleistrassen sind aus Sperrholz, ca. 8mm, dick gefertigt. Tunnel und Brücken habe ich zum Teil selbst gebaut.

Als Hintergrundkulisse gefiel mir das Motiv "Schwarzwald-Baar" von Faller. Als Unterlage hierfür habe ich ganz normale Hartfaserplatten (ca. 4 mm dick und 45 cm hoch) mit Silikon oberhalb der Anlage an der Wand befestigt. Anschließend wurde die Hintergrundkulisse mit Tapetenkleister auf die Hartfaserplatte geklebt. Diese Arbeiten habe ich erst nachträglich nach Aufbau der Anlage durchgeführt.

Nachfolgend habe ich zwei Bilder vom Hintergrund eingestellt:

Grundriss:

Thema:

Die Anlage ist angesiedelt im Zeitraum Ende der Epoche III/ Anfang der Epoche IV (ca.1968). Einige Lokomotiven haben schon die Computernummer erhalten. Der Wagenpark ist nur teilweise schon umgezeichnet worden. Eine zweigleisige Hauptbahn, zwei Nebenbahnen und eine eingleisige Haupt-Güterzugstrecke sind verlegt.

Um auch Elektrolokomotiven auf der Anlage glaubhaft einsetzen zu können, habe ich die zweigleisige Hauptbahn mit Gitter-Streckenmasten, Abspannmasten mit den zugehörigen Spannwerken, Turmmasten mit Quertragwerken usw. (Fabrikat Sommerfeldt) ausgerüstet. Auf eine Oberleitung werde ich jedoch verzichten.

Gleise:

1) Gleisverlegung:

Die Gleisverlegung ist im Prinzip abgeschlossen. Es ist ausschließlich Schienenmaterial von der Firma Fleischmann zum Einsatz gekommen. Zur Geräuschdämmung habe ich die Gleise auf Korkstreifen verlegt. Das Gleisbett habe ich noch zusätzlich mit grauen Schotter verbreitert, da das Gleisbett der Fleischmanngleise nicht unbedingt maßstabgerecht ist. Als Kleber für den Schotter habe ich verdünnten Weißleim mit ein paar Tropfen Spülmittel verwendet.

Insgesamt habe ich ca. 130 m Schienen verlegt. Hierin enthalten sind 118 Weichen.

2) Weichenantriebe (elektromagnetisch):

Die elektromagnetischen Weichenantriebe habe ich im sichtbaren Bereich umgekehrt als Unterflurantriebe eingebaut, mit Malerkrepp überklebt und auch eingeschottert. Im Bereich der Stellhebel habe ich jeweils kleine Revisionsöffnungen freigelassen, falls der Antrieb mal klemmen sollte.

Sichtbare Revisionsöffnungen für die Stellhebel.

2a) Weichenantriebe (Servo):

(Stand: September 2017)

Im sichtbaren Bereich habe ich jetzt alle Weichenantriebe durch Servoantriebe ersetzt. Nur in den Fällen, wo das konstruktiv nicht möglich war, sind die umgerüsteten (siehe 2.1) elektromagnetischen Weichenantriebe umgekehrt wieder eingebaut worden. Die Servomotoren habe ich aus China über Ebay gekauft. Als Weichendecoder kam der SwitschPilot Servo V2.0 von ESU zum Einsatz.

2.1) Weichenantriebsreparatur:

Leider sind im Laufe der Zeit bereits 17 elektromechanische Weichenantriebe ausgefallen. Aus meiner Sicht gibt es zwei verschiedene Gründe für die Ausfälle:

1: Nachlassener Druck eines Bauteiles (Federblech), das für die Endabschaltung des Weichenantriebes verantwortlich ist. Die Kontaktschwäche lässt keinen Stromfluss mehr beim Schalten zu.

2: Erhöhte Oxydation der Kontaktpunkte auf der Platine, die in Verbindung mit dem Federblech den Stromfluss beim Schalten sicherstellen.

Die Antriebe habe ich dadurch repariert, indem ich die Endabschaltung überbrückte und das Federblech entfernte.

Originalplatine des Antriebes mit Federblech. Die Leiterbahnen sind hier z. B. stark oxydiert.
Platine mit Überbrückung der Endabschaltung

Achtung: Die Spule ist nicht für Dauerstrom geeignet. Es müssen daher nach Überbrückung der Endabschaltung geeignete Maßnahmen ergriffen werden, damit die Spule nicht mit Dauerstrom beaufschlagt wird!

Da bei mir die Antriebe nur max. 50 ms über das PC-Programm angesteuert werden (d.h. die Spannung steht auch nur 50 ms an), wird ein Durchbrennen der Spulen nicht eintreten.

3) Spannungsversorgung der Gleise:

Wie bereits auf der Seite "Digitaltechnik" erwähnt, habe ich meine Anlage anfangs in vier Stromkreise aufgeteilt. Die Stromkreise müssen natürlich galvanisch voneinander getrennt sein. Um das zu gewährleisten, habe ich die Isoliergleisverbinder von Fleischmann verwendet. Anfangs waren die Abstände der Einspeisepunkte in den verschiedenen Stromkreisen jeweils ca. 4 m voneinander entfernt. Die Leitungen hatten einen Querschnitt von 0,75 qmm und waren nicht als Ringleitung verlegt.. Der Spannungsfall zwischen den Einspeisepunkten war allerdings schon messbar. Weiterhin musste ich feststellen, dass die Digitalspannung bei Belastung durch eine Lokomotive um ca. 1-1,5 V absackte. Größere Änderungen der Geschwindigkeit beim Übergang von einem zum anderen Stromkreis habe ich allerdings nicht beobachten können, obwohl die Leerlaufspannungen der einzelnen Stromkreise bis zu ca. 2 V unterschiedlich waren. Die Decoder in den Lokomotiven regeln wohl sehr schnell nach.

Obwohl ich mit den elektrischen Einspeisungen noch keine Probleme hatte, habe ich diese in der 23. KW 2005 umgebaut. Als Ringleitungen kamen Lautsprecherkabel mit 2x1,5 qmm zum Einsatz. Ich habe konsequent 4 Ringleitungen verlegt und angeschlossen. Ca. alle 2 m je Stromkreis habe ich an die Schienenverbinder der Schienen 15 cm lange Litzen angelötet und diese unter der Anlage mit Lüsterklemmen an die entsprechende Ringleitung angeschlossen. Die FMZ-Booster hatten eine Leerlaufspannung von 18,7- 20 V. Alle 3 Booster-Einspeisungen zu den 2-poligen Ringleitungen haben durch den einpoligen Einbau von mehreren Dioden hintereinander, die antiparallel angeschlossen sind, eine Leerlaufspannung von jetzt 18-18,2 V. Das Twin-Center als Zentrale konnte direkt auf 18 V Ausgangsspannung eingestellt werden. Der Kurzschlusschutz wird durch die FMZ-Breaker gewährleistet. Bei Belastung durch eine Lokomotive sinkt die Spannung jetzt nur noch um 0,4 V ab. Der Spannungsfall zwischen den Einspeisepunkten je Stromkreis ist jetzt mit meinem Messgerät nicht mehr messbar.

Mittlerweise (Stand 2015) habe ich die 4 Stromkreise auf 2 Stromkreise reduziert. Somit habe ich nur noch ein FMZ-Booster mit Trafo und Kurzschlusschutz (Breaker) im Einsatz. Die Spannungsreduzierung am Booster wird weiterhin mit Dioden durchgeführt.

4) Alterung der Gleise:

Eigentlich wollte ich die Schienen überhaupt nicht altern, um mir diese mühselige Arbeit zu ersparen. Aber letztendlich habe ich mich doch für die Alterung entschieden. Zum Rosten der Schienen habe ich die Farbe von Revell, Nr. 83, genommen. Aufgetragen habe ich die Farbe mit einem dünnen Pinsel. Es war nicht immer zu verhindern, dass ich teilweise auch die Schienenoberseite gestrichen habe. Diese Farbe ich allerdings sofort mit einem Lappen entfernt, um nicht mit Schmirgelpapier arbeiten zu müssen. Im Bereich der Weichen musste ich bei den Weichenzungen mit dem Auftragen der Farbe vorsichtig sein, um ein Verkleben zu verhindern.

5) Gleisbettbehandlung:

Wie bereits unter "Gleisverlegung" ausgeführt, habe ich ja das zu schmale Schotterbett der Fleischmann-Piccolo-Gleise durch grauen Schotter verbreitert. Durch das Rosten der Schienen sieht das helle Gleisbett aber wie ein Fremdkörper aus. Die Lösung für mich war, dass auch der Schotter gealtert werden muss. Zuerst habe ich mir die Gleisfläche des Kleinstadtbahnhofs vorgenommen. Zwei Pulverfarben (schwarz und rostbraun) aus dem Patina-Pulver-Set von Noch, Art.Nr. 61166, habe ich im Mischungsverhältnis ca.1 : 2 angerührt und mit dem beiliegenden Pinsel aus dem Set trocken auf den Schotter aufgetragen. Die Gleiszwischenräume erhielten noch ein wenig Grünzeug und fertig war die Gleisbettbehandlung. Mit dieser Methode werde ich noch weitere Gleistrassen nachbehandeln. Damit die Züge auch anstandslos wieder fahren konnten, habe ich die Schienenoberflächen nach der Behandlung sorgfältig mit einem trockenen Tuch abgerieben.

Das Ergebnis der Gleisbettbehandlung ist auf den nachfolgenden Bildern zu erkennen.

Gebäude:

1) Die Stadt:

Bauabschnitt 1:

Für die Stadt am Hauptbahnhof stehen auf meiner Anlage insgesamt ca. 100cm x 40 cm an Fläche zur Verfügung. Ich habe ausschließlich die Stadthäuser von Faller eingesetzt. Bisher habe ich 13 Häuser gebaut. Die Bauanleitungen sind sehr gut und die Bausätze passgenau. Der Zusammenbau klappte zu meiner vollsten Zufriedenheit. Einige Häuser waren vom Werk her schon patiniert. Die restlichen Häuser werde ich im Bauabschnitt 2 noch selbst altern, insbesonders die Dächer und die Bürgersteige vor den Häusern.

Die Häuser habe ich rechts und links von der Hauptstraße und vom Bahnhofsgebäude angeordnet. Die nachfolgenden Bilder geben einen Überblick über die einzelnen Häuser mit den entsprechenden Faller-Artikelnummern und die Stadt.

Das Hauptpostamt 232203 und ein Stadtwohnhaus 232272.
Ein Eckhaus und ein Stadthaus aus der Stadthäuserzeile 232266.
Eckhaus mit Nebengebäude 232262.
Altstadtkino 232264, Stadtkneipe 232268 und Stadtwohnhaus 232273.
Zwei Eckhäuser aus der Stadthäuserzeile 232266.
Zwei weitere Häuser (Eckhaus und Stadthaus) aus der Stadthäuserzeile 232266.

Bauabschnitt 2:

Ich habe noch ein weiteres Stadthaus von Faller aus dem Stadthaus-Set 232307 aufgebaut und die noch nicht patinierten Modelle entsprechend mit schwarzen Pigmenten gealtert. Ich habe die Pigmente erst mit Wasser verdünnt, dann mit einem Pinsel aufgetragen und anschließend mit einem Lappen verrieben. Am Stadtausgang stehen noch eine BP-Tankstelle (232219) und eine Werkstatt (222186) von Faller. Für die Einzäunung der Güterhalle habe ich denWerkszaun 404 von Ndetail verwendet. Die Metallgeländer auf dem Bahnhofsgelände sind von Heki (86521). Hecken und Bäume stammen von Noch, während die Grasfasern von Heki und Faller sind. Die Straßenmarkierungen habe ich mit einem weißen Edding aufgebracht. Die Autos sind von Fleischmann und Wiking.

Nachfolgend habe ich wieder einige Bilder eingestellt:

Übersichtsbild der Stadt
Hinterhof einer Stadthauszeile
Hinterhof der 2. Stadthauszeile
Stadthäuser im Überblick
Vorderansicht der 2. Stadthauszeile
BP-Tankstelle und Werkstatt
Bushaltestelle gegenüber dem Bahnhof
Güterhalle mit Umzäunung
Empfangsgebäude des Haupbahnhofes
Fläche des Parkplatzes am Hauptbahnhof
Fläche eines weiteren Parkplatzes
Hinterhof der 3. Stadthauszeile

Weitere Ausschmückungsgegenstände (Preiserleins, Autos, usw.) werde ich für die Stadt und den Bahnhofsvorplatz später noch hinzufügen.

2) Die Kleinstadt:

Bauabschnitt 1:

Die Fläche für die Kleinstadt mit Bahnhof ist relativ klein (95 cm x 20 cm). Es waren nicht nur Häuser zu planen, sondern die Durchgangsstraße musste auch berücksichtigt werden. Ich habe mich in den Katalogen der Firmen Faller und Vollmer umgesehen, da ich die Häuser nicht selbst konstruieren und bauen wollte. Fündig wurde ich bei beiden Firmen. Bei Faller habe ich mich für Häuser der Altstadtserie und bei Vollmer für Häuser aus der Kleinstadtserie entschieden. Der Bahnhof "Wiesental" von Faller mit dem Bahnsteig "Neuffen" von Vollmer wird für die Kleinstadt das Tor zur weiten Welt. Eine Kirche zu errichten war aufgrund der Platzverhältnisse nicht möglich. Ein kleiner Güterschuppen am Ladegleis passte allerdings noch in das Konzept.

Für die Kleinstadt habe ich nach und nach insgesamt 12 Gebäude aus den Bausätzen errichtet. Die Häuser von Faller und Vollmer, die ich ausgewählt habe, sind sehr passgenau. Durch gute und leicht verständliche Bauanleitungen gingen die Bauarbeiten schnell voran. An der durch die Kleinstadt führende Straße haben die Häuser ihren Platz gefunden. Es müssen jetzt nur noch die Grundstücke bearbeitet werden.

Nachfolgend habe ich wieder einige Bilder eingestellt:

Bauabschnitt 2:

Die Dächer und Außenwände der Häuser habe ich mit einigen Farbpigmenten von Noch aus dem Patina-Pulver-Set ein wenig verschmutzt, um den Glanz der Plastikteile zu verringern. Die Jägerzäune sind von Vollmer, während die Hecken und Bäume Noch-Produkte sind. Die Straßenmarkierungen habe ich mit einem weißen Edding aufgebracht. Die Autos sind von Fleischmann und Rietze. Das Decoflies und die Grasfasern sind von Heki während der helle Streusand für die Pkw-Abstellplätze und die Straßenfarbe von Faller hergestellt werden.

Nachfolgend habe ich wieder einige Bilder eingestellt, die die fertige Kleinstadt zeigen.

3) Weitere Gebäude:

Für den letzten freien Platz auf der Anlage oberhalb der Kleinstadt habe ich eine Burgruine und einen Bauerhof mit Feldern und Kuhweide vorgesehen. Die Burgruine ist ein koloriertes Fertigmodell von der Firma Modellbau Luft (www.modellbauluft.de). Es handelt sich hier um die Burgruine Gutenfels. Den Burgberg habe ich aus Gips hergestellt und entsprechend farblich behandelt. Der Bauernhof und die Weidezäüne werden von der Firma Faller vertrieben. Den Bauernhof habe ich ebenfalls entsprechend gealtert. Der Hanomag-Traktor ist ein Modell der Firma Wiking. Die Kühe stammen aus einem Viehwagen der Firma Minitrix. Der Baum ist die Nachbildung einer Trauerweide von der Firma Noch. Das Decoflies, die Grasfasern, der helle Streusand für die Wege, die Hecken sowie diverse Streumaterialien stammen von den Firmen Faller und Heki.

Nachfolgend habe ich wieder einige Bilder eingestellt:

Burgruine und Bauernhof
Burgruine und Burgberg
Felder
Bauernhof mit Hanomag-Traktor
Kuhweide
Bauernhof aus anderer Sicht

Industriegebiete:

1) Industriegebiet 1:

Bauabschnitt 1:

Dieses Industriegebiet erhält Hochtanks von Kibri mit einer Kesselwagen-Entlade- und Befülleinrichtung. Weiterhin habe ich eine Maschinenfabrik mit Kesselhaus und Werkstätten von Faller vorgesehen.

Bei der Planung und Ausführung bin ich wie folgt vorgegangen:

1. Mit meinem Programm WinRail habe ich die Schienenverlegung geplant. Ich habe ein Aufstellungsgleis für einen Kesselwagenzug, zwei Gleise für Kesselwagen mit den Entlade- und Befülleinrichtungen, ein Gleis für die Maschinenfabrik und ein Gleis für eine Rangierlok vorgesehen.

2. Als Untergrund für die Schienen habe ich 3 mm dicke Korkstreifen verwendet, die ich an entsprechender Stelle meiner Anlage gemäß Gleisplan aufgeklebt habe. Die Gleise habe ich darauf mit Schrauben befestigt. Die Industriegebietgleise erhielten auch noch eine Stromeinspeisung. Die entsprechenden Leitungen habe ich an zwei Gleisverbinder angelötet. Das Gelände wurde dann anschließend mit Dispersionsfarben (ocker, weiss und schwarz) gestrichen.

3. Die Gleise wurden mit Gleisschotter von Busch eingeschottert. Die Befestigung des Schotters erfolgte mit einem Leim/Wassergemisch und ein wenig Spüli. Nach Trocknung habe ich die Gleisschrauben wieder entfernt.

4. Im Anschluss daran habe ich zum Rosten der Gleise die Schienen mit der Revellfarbe 83 matt gestrichen. Weithin habe ich Teile des Geländes mit HEKI Decoflies "Wiesengras" beklebt.

Nachfolgend habe ich wieder einige Bilder eingestellt:

Die Schienen sind verlegt und teilweise schon eigeschottert.
Alle Schienen im Industriegebiet sind eingeschottert.
Die Entlade- und Befülleinrichtung ist schon aufgebaut.
Die Stromeinspeisung ist angelötet.
Die Schienen sind gerostet, die Anlagenbauten sind geplant und weitere Grünflächen sind entstanden.
Der erste Kesselwagen steht an der Entlade- und Befülleinrichtung

Bauabschnitt 2:

Bisher hat das Industriegebiet nur einen Schienenanschluss erhalten. Es fehlt aber noch die Straßenanbindung an die vorhandene Infrastruktur. Die Straße zum Industriegebiet muss insgesamt fünf Gleise überqueren. Die Straßenführung habe ich aus Fotokarton ausgeschnitten, auf das Gelände aufgeklebt und mit Küchenpapier entsprechend unterfüttert. Die Straßenböschungen wurden dann mit Moltofil modelliert und an das Gelände angepasst. Die Straßenböschungen habe ich anschließend mit Dispersionsfarben (ocker, weiss und schwarz) gestrichen. Die Füllstücke zwischen den Schienen sind ebenfalls aus Fotokarton, die ich nach dem Aufkleben mit brauner Farbe gestrichen habe. Anschließend wurde die Straßenoberfläche mit Faller-Straßenfarbe behandelt. Mit Heki-Grasfasern habe ich im Anschluss daran das Gelände begrünt.

Es fehlen noch die weißen Straßenmarkierungen sowie zwei Schranken zur Sicherung des Bahn- und Straßenverkehrs.

Mittlerweile habe ich die Straßenverbindung über die Hauptbahn durch eine Überführung (Brücke) ersetzt. Ein Gleis der Nebenbahn habe ich zurückgebaut und für das verbliebene Gleis eine Schrankenverbindung für die Straße eingebaut.

Nachfolgend habe ich wieder einige Bilder eingestellt, die den Baufortschritt dokumentieren sollen:

Die Straßenführung ist aufgeklebt und mit Küchenpapier unterfüttert.
Die Straßenböschungen sind mit Moltofil modelliert.
Die Straße, Füllstücke und Böschungen sind gestrichen.
Die Straße ist vollständig im begrünten Gelände eingebettet. Der 1. Lkw steuert bereits das Industriegelände an.

Bauabschnitt 3:

Als Gebäude für dieses Industriegebiet habe ich die Hochtanks von Kibri (7467) und die kleineren Tanks von Faller (222131) vorgesehen. Für die Fabrikanlage habe ich die Fallermodelle Maschinenfabrik (222201), Werkstätten (222203) und Kesselhaus (222202) ausgesucht.

Da alle Bausätze von den Herstellerfirmen sehr passgenau gefertigt wurden, war der Zusammenbau der einzelnen Modelle nicht schwierig. Die Fabrikanlage von Faller war bereits patiniert. Für diese drei Modelle sind aus meiner Sicht keine weiteren Arbeiten bezüglich einer Alterung notwendig.

Nachfolgend habe ich wieder einige Bilder eingestellt, die den Baufortschritt dokumentieren sollen:

Die Kibri-Hochtanks müssen noch gealtert werden.
Die Faller-Tanks werden auch noch Betriebsspuren erhalten.
Die Maschinenfabrik
Die Werkstätten
Das Maschinenhaus
Das Industriegebiet aus der Vogelperspektive.

Bauabschnitt 4:

Für die Einzäunung der Tanks habe ich den Werkszaun 404 von Ndetail verwendet. Dieser filigrane Zaun besteht aus geätztem Neusilber. Ich habe den Zaun vor dem Aufbau mit matter grauer Farbe gestrichen. Für die Maschinenfabrik habe ich die Fabrikmauer (272525) von Faller als Umzäunung ausgewählt. Die Mauer musste ich vor dem Zusammenbau noch mit Pigmentfarben auf alt trimmen. Für das Verladegleis der Maschinenfabrik kam die Güterhalle mit Ladekran (222180) von Faller zum Einsatz. Die Tanks habe ich ebenfalls mit Pigmentfarben gealtert. Die aufgestellten Bäume sowie das Decoflies und die Grasfasern stammen von Noch bzw. Heki.

Nachfolgend habe ich wieder einige Bilder eingestellt:

Das Industriegebiet in der Übersicht.
Die Güterhalle und die Hochtanks.
Die Maschinenfabrik.
Die gealterten vier Tanks.
Die Güterhalle von der Seite.
Die Umzäunung der Tanks.

Weitere Ausschmückungsgegenstände (Preiserleins, Autos, usw.) werde ich für das Industriegebiet später noch hinzufügen.

2) Industriegebiet 2:

Bauabschnitt 1:

Für dieses Industriegebiet mit den Abmessungen 1,57 m x 0,80 m plane ich eine Fabrik, eine Zeche mit zwei Fördergerüsten, eine Siedlung und einen kleinen Bahnhof.

Auf dieser Fläche habe ich einen sehr kompakten Gleisplan (1. Foto) mit vielen Gleisen gebaut. Er wirkt vielleicht überladen, aber ich wollte bis zu acht Güterzüge unterbringen, da ich auf einen Schattenbahnhof verzichtet habe. Die bereits eingebauten Doppelkreuzungsweichen habe ich durch normale Weichen ersetzt, da einige Lokomotiven aus meinem Fuhrpark auf den Doppelkreuzungsweichen entgleisten. Auf Bogenweichen habe ich nicht verzichtet, da ich auch relativ lange Güterzüge aufstellen will. Alle meine Güterzüge mit den langen Schlepptenderlokomotiven fahren ohne Probleme über die von mir gewählte Gleiskonfiguration.

Alternativ habe ich für diese Fläche auch weniger sichtbare Aufstellgleise mit einem 6-gleisigen Schattenbahnhof geplant. Die Zugriffsmöglichkeiten zum Schattenbahnhof bei Betriebsstörungen sind sicherlich heute noch gegeben. In späteren Jahren wäre das vermutlich ein Problem auf Grund des Alters geworden. Daher habe ich diese Alternative nicht weiter verfolgt.

Gleisplan des Industriegebietes 2
Alternativplan, der nicht zur Ausführung kam.

Die nachfolgenden Bilder zeigen den Baufortschritt. Die Gleisverlegung ist abgeschlossen. Geringfügige Änderungen werden vielleicht noch für die Gleisanbindung des Kraftwerkes und für die Gleisverlegung innerhalb der Zeche notwendig. Die Grundbegrünung außerhalb der Gleise ist fertiggestellt. Die Gleise selbst sind noch geschottert worden. Die graue Schotterfarbe habe ich noch ein wenig mit rostbrauner Farbe (Patina der Firma Rico-Design) dezent gealtert. Die Schienen selbst erhalten noch ihre Alterungsspuren.

Die Straßenanbindung zum Industriegebiet führt über einen beschrankten Bahnübergang der Firma Viessmann. Die Bahnschranken werde ich digital in Abhängigkeit von den einzelnen Zugfahrten schalten.

Übersichtsbild der Gleise vor der Alterung
Die Straßenzufahrt mit Bahnübergang zum Industriegebiet
Das Schotterbett ist gealtert
Die Standorte der einzelnen Gebäude sind festgelegt

Bauabschnitt 2:

Ich habe die ersten Gebäude zusammengebaut. Es handelt sich um die Schachtanlage Königsgrube von Faller, den kleinen Bahnhof Reichenbach von Faller und das Kraftwerk von Minitrix. Alle Gebäude habe ich zum Teil stark verschmutzt mit Pulverfarben von Noch bzw. mit stark verdünnter schwarzer Farbe. Beim Bahnhof bin ich vielleicht ein wenig über das Ziel hinausgeschossen, aber in den sechziger Jahren war die Luft über den Zechenstandorten ja nicht gerade sauber. Hinzu kamen ja auch noch die Emmisionen der Dampflokomotiven.

Nachfolgend habe ich wieder einige Bilder eingestellt:

Schachtanlage Königsgrube
Das Kraftwerk
Bahnhof Reichenbach (Bahnsteigseite)
Bahnhof Reichenbach (Straßenseite)
Industriegebiet in der Übersicht

Bauabschnitt 3:

Im November 2007 war es soweit. Die Neuerscheinung der Zeche Herbede von Kibri war herausgekommen. Ich habe mir den Bausatz 7231 zugelegt (Zechenverwaltung und Werkstatt, Förderturm mit Maschinenhaus und Kohlenwäschegebäude sowie der Übergang zwischen den Gebäuden).

Der Zusammenbau war relativ einfach, die Bausätze waren sehr passgenau. Fenstereinsätze sowie die Nachbildung der Scheiben brauchten überhaupt nicht geklebt werden, da sie lediglich geklipst wurden. Die Baubeschreibungen waren für mich ausreichend dokumentiert. Die einzige Schwierigkeit für mich war das Anbringen der Treppengeländer am Fördergerüst.

Die Gleisführung zur Zeche Herbede habe ich noch ein wenig geändert. Es stehen jetzt zwei Gleise für die Kohlenverladung zur Verfügung.

Nachfolgend habe ich wieder Bilder von der Zeche Herbede eingestellt.

Die Gebäude der Zeche habe ich mit schwarzer Farbe (verdünnt mit Waschbenzin) entsprechend verschmutzt. Die Infrastruktur auf dem Zechengelände ist fertiggestellt. Das Zechengelände ist mit einer Mauer von Faller eingezäunt. Eine Kohlenhalde ist aufgeschüttet.

Nachfolgend habe ich wieder mehrere Bilder eingestellt:

Bauabschnitt 4:

Zum Abschluss habe ich noch jeweils zwei Siedlungshäuser von Faller (2 x 232301 und 2 x 23302) aufgestellt. Weiterhin hat der Bahnübergang noch ein Schrankenwärterhäuschen von Faller (222157) erhalten.

Fünf Bilder zeigen nachfolgend die Bebauungssituation:

Das Industriegebiet ist jetzt bis auf fehlende Ausschmückungsgegenstände fertiggestellt.

Signale:

Die digitale Ansteuerung der Signale habe ich bereits auf der Seite "Digitaltechnik" beschrieben. Ich habe auf meiner Anlage ausschließlich Viessmann-Signale eingesetzt.

Für die Nebenbahn habe ich Form-Hauptsignale (4400, 4401 und 4402) aufgebaut. Diese Signale lassen die entsprechenden Signalbilder Hp0 oder Hp1, Hp0 und Hp2 sowie Hp0 oder Hp1 oder Hp2 zu.

Für die zweigleisige Hauptbahn und die Güterzugstrecke habe ich Block-, Einfahr- und Ausfahrsignale eingesetzt. Diese Signale sind Lichtsignale mit den Nummern 4411, 4412 und 4413. Auf Vorsignale werde ich komplett verzichten.

Bei den Blocksignalen verwende ich beide Signalbilder Hp0 und Hp1. Die Einfahrsignale werden so angesteuert, dass Hp0 für Stop, Hp1 für freie Fahrt bzw. Hp1 und Hp2 für Langsamfahrt signalisiert werden.

Bei den Ausfahrsignalen habe ich entweder die Signalbilder Hp00 für Stop, Hp1 für freie Fahrt bzw. Hp1 und Hp2 für Langsamfahrt realisiert. Das Signalbild Hp0 mit Sk1 für Rangierfahrten in den verschiedenen Bahnhofsgleisen kommt auf meiner Anlage nicht zur Anwendung.

Die LED in den Signalen versorge ich mit 14 V Wechselspannung.

Ausblick:

In den nächsten Wochen, Monaten und Jahren werde ich versuchen, meine Modelleisenbahn in Spur N fertigzustellen. Wie lange es tatsächlich dauern wird, ist eigentlich unerheblich, da Modellbau nur ein schönes Hobby ist. Ich werde allerdings den Baufortschritt unter den einzelnen Beschreibungspunkten dokumentieren.

e-mail: webmaster(at)gk-moba.de